Gebärmutter-Myome

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Was sind Myome?
Sehr viele Frauen haben Myome.
Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmuttermuskulatur. Sie bestehen aus Bündeln glatter Muskelzellen, die von Bindegewebe unterschiedlicher Stärke durchsetzt sind. Sie können sich aus der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterhöhle ausbreiten, in der Gebärmuttermuskulatur wachsen oder sich auf der Außenseite der Gebärmutter zeigen. Myome können flach und großflächig aufsitzen oder gestielt sein.
Wie entstehen Myome?
Myome entstehen aus der Gebärmuttermuskulatur. Sie sind auf einzelne im Gewebeverband liegende Muskelzellen mit gesteigertem Wachstum zurückzuführen. Jedes Myom entsteht aus einer einzelnen Muskelzelle der Gebärmuttermuskulatur.
Warum manche Frauen Myome entwickeln, andere aber nicht, konnte noch nicht vollständig geklärt werden. Die derzeit vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse weisen auf eine wesentliche Beteiligung der weiblichen Geschlechtshormone hin.
Welche Rolle spielen die Hormone?
Myome stehen unter der Kontrolle der weiblichen Geschlechtshormone. Dies sind in erster Linie die in den Eierstöcken gebildeten Östrogene. Sie sind für das Auftreten und das Wachstum der Myome mitverantwortlich. Das Myomwachstum kann dennoch unterschiedlich schnell erfolgen.
Wenn die körpereigene Östrogenproduktion der Frau nach den Wechseljahren aufhört, kann in den meisten Fällen ein Wachstumsstop oder sogar eine Rückbildung der Myome beobachtet werden. Gleichzeitig lassen meist auch die Beschwerden nach.
Wer ist betroffen?
Vor dem 20. Lebensjahr treten Myome nur sehr selten auf.
Am häufigsten sind Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr betroffen. Nach Eintritt der Wechseljahre wurde eine Neubildung von Myomen nicht beobachtet. Diese Tatsache beweist, dass Myome in ihrem Wachstum von den weiblichen Geschlechtshormonen (speziell den Östrogenen) abhängig sind.
Nach Schätzungen treten bei 20% bis 50% aller Frauen Myome auf. Es gibt Anhaltspunkte für den Einfluss von Erbfaktoren. So haben zum Beispiel Afro-Amerikanerinnen häufiger Myome als weiße Amerikanerinnen. Unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit kann jede Frau im Laufe ihres Lebens ein Myom oder sogar mehrere Myome entwickeln.

Welche Beschwerden können Myome verursachen?
Manche Frauen haben Myome, ohne es zu wissen. In diesen Fällen verursachen die Myome und ihr Wachstum offensichtlich keine Beschwerden. Auf der anderen Seite gibt es Frauen, die lediglich ein kleines, isoliertes Myom aufweisen und trotzdem über ausgeprägte, behandlungsbedürftige Beschwerden klagen.
Häufige Beschwerden sind starke und/oder verlängerte Monatsblutungen sowie Blutungen außerhalb der Periode (Zwischenblutungen). Dies kann zu einer Blutarmut mit entsprechendem allgemeinem Krankheitsgefühl wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen.
Darüber hinaus können Myome akute oder chronische, häufig ziehende Unterleibsschmerzen mit und ohne Druckgefühl verursachen. Je nach Größe und Lage im Bauchraum können sie zu Problemen beim Wasserlassen und beim Stuhlgang führen.
Weiterhin sind Myome bei einer Reihe von Frauen die Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit oder die Ursache für Fehlgeburten.
Wie werden Myome festgestellt?
Während der gynäkologischen Untersuchung ertastet der Frauenarzt Größe, Form und Oberfläche der Gebärmutter. Meistens kann schon jetzt bei einer Gebärmuttervergrößerung der Verdacht auf ein oder mehrere Myome geäußert werden. Eine nachfolgende Ultraschalluntersuchung bestätigt sehr häufig diesen Verdacht.
Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung können auch Myome in der Gebärmutterhöhle festgestellt werden. Zunehmend häufiger überprüft der Frauenarzt in solchen Fällen im Rahmen eines kurzen Eingriffes mit einer feinen Optik direkt das innere der Gebärmutter.
Wann sind Myome behandlungsbedürftig?
Falls bei Ihnen ein Myom als Zufallsbefund festgestellt wurde, ohne dass es Beschwerden verursacht, ist keine sofortige Behandlung notwendig. Ihr Frauenarzt wird Sie dann aber regelmäßig zu Ultraschallkontrollen wieder bestellen, um das Myomwachstum zu überwachen.
Myome werden immer dann behandelt, wenn sie Beschwerden verursachen. Diese Beschwerden können sich ganz unterschiedlich darstellen. Typisch sind:
- Blutungsstörungen (z.B.: Zwischenblutungen, starke und/oder verlängerte Blutungen die bis hin zur Blutarmut führen können.)
- Schmerzen im Unterleib
- Druckgefühl, Blähungen, Verstopfungen
Darüber hinaus ist eine Behandlung bei ungewollter Kinderlosigkeit bzw. bei Fehlgeburten Erfolg versprechend.
Welche Ziele hat die Behandlung?
Welche Form der Behandlung Ihr Arzt Ihnen vorschlägt, hängt entscheidend von Ihren Beschwerden, den erhobenen Befunden und dem verfolgten Ziel ab, welches durch die Behandlung erreicht werden soll. lm Einzelnen können dies sein:
- Behebung der Blutungsstörungen/Blutarmut
- Linderung von Schmerzen, Druckgefühl oder anderen Beschwerden
- Behebung einer ungewollten Kinderlosigkeit
- Verkleinerung der Myome und der Gebärmutter
- Erleichterung eines geplanten operativen Eingriffes