Medizinische Krebsstatistik

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Gebärmutterhals

Die Anzahl der jährlich diagnostizierten Krebsfälle am Gebärmutterhals ging in den letzten beiden Jahrzehnten von rund 800 auf etwas über 350 (2,2% aller bösartigen Tumore der Frauen im Jahr 2008) zurück. Seit 1991 geht die Anzahl der Neuerkrankungen kontinuierlich zurück. Das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken liegt seit 1996 unter 1% und könnte noch weiter reduziert werden.

Die Sterblichkeit ging ebenfalls zurück und lag im Jahr 2008 bei 138 Fällen. Das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu sterben lag bei 0,2%. D.h. zwei von 1.000 Frauen werden wahrscheinlich vor ihrem 75. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs sterben.

Bösartige Neubildung des Gebärmutterhalses im Zeitverlauf

 

Gebärmutterkörper

Jedes Jahr werden rund 900 bis 1.000 Fälle an Gebärmutterkörperkrebs diagnostiziert. Das entspricht in etwa 5,5% der bösartigen Tumore der weiblichen Bevölkerung. Die Anzahl der bösartigen Tumore im Gebärmutterkörper veränderte sich kaum.

Durch die Alterung der Bevölkerung wäre allerdings bei gleichem Risiko ein leichter Anstieg der Neuerkrankungen zu erwarten gewesen. Das Ausbleiben lässt auf ein gleichbleibendes Erkrankungsrisiko schließen. Dies zeigt sich sowohl bei der Interpretation der altersstandardisierten als auch der kumulierten Raten. So liegt das Risiko für eine Frau, vor dem 75. Lebensjahr an einer bösartigen Neubildung des Gebärmutterkörpers zu erkranken, sogar unter dem Wert von vor zehn Jahren (1998: 1,6%, 2008: 1,3%).

Die Sterblichkeit an Gebärmutterkörperkrebs lag im Jahr 2008 bei 166 Fällen. Diese Zahl ist mit Vorsicht zu interpretieren, da bei ungenauen Angaben am Totenschein oft die Kategorie „Bösartige Neubildung der Gebärmutter, nicht näher bezeichnet“ zur Kodierung der Todesursache ausgewählt werden muss. Zur Beschreibung der Sterblichkeit ist eher die Zusammenfassung zu „Gebärmutter, gesamt“ heranzuziehen.

Bösartige Neubildung des Gebärmutterkörpers im Zeitverlauf

 

Eierstock

Jedes Jahr lautet für 700 bis 800 Frauen die Diagnose Eierstockkrebs. Damit macht dieser Tumor ca. 4% der Tumore der Frauen aus, Tendenz sinkend. Während im Jahr 1998 934 Frauen erkrankten, waren es im Jahr 2008 nur mehr 686. Dieser Trend zeigt sich auch im Erkrankungsrisiko vor dem 75. Lebensjahr. Lag dieses 1998 noch bei 1,4%, betrug es im Jahr 2008 nur mehr 0,9%.

Dieser positive Trend ist auch bei der Sterblichkeit sichtbar. In den vergangenen zehn Jahren sank die Sterblichkeit an Eierstockkrebs um rund 12%. Das Risiko für eine Frau vor ihrem 75. Lebensjahr an Eierstockkrebs zu sterben, liegt schon seit annähernd 20 Jahren unter 1%.

Bösartige Neubildung des Eierstockes im Zeitverlauf

 

Brust

Brustkrebs ist mit einem Anteil von knapp 28% an allen Tumoren der Frauen seit langem die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Seit 1997 ist die absolute Zahl der Neuerkrankungen allerdings stabil und lag 2008 bei 4.570 Fällen, das kumulierte Erkrankungsrisiko vor dem 75. Lebensjahr bei 7,0%. Das heißt dass 7 von 100 im Jahr 2008 neugeborenen Mädchen bis zu ihrem 75. Lebensjahr an Brustkrebs erkranken werden unter der Annahme, dass die altersspezifischen Erkrankungsverhältnisse von 2008 gelten.

Da Brustkrebs durch das vermehrte Screening nicht nur häufiger, sondern auch in einem immer früheren Stadium erkannt wird, zeichnet sich ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit an diesem Tumor ab. Das Risiko für Frauen, vor dem 75. Lebensjahr an Brustkrebs zu sterben, ging in den letzten zehn Jahren von 2,1% auf 1,6% zurück.

Obwohl sehr selten, erkranken auch Männer an bösartigen Neubildungen der Brust. Im Jahr 2008 erkrankten 38 Männer an Brustkrebs. Oder anders ausgedrückt: Unter 1.000 Männern, die an Krebs erkrankten, lautete bei zweien die Diagnose Brustkrebs.

Bösartige Neubildung der weiblichen Brust im Zeitverlauf

Daten: Statistik Austria

 

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