PCO-Syndrom

Für detaillierte Informationen und eine persönliche Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin bei Dr. Frühmann

 

Hierbei handelt es sich um eine Störung der hypothalamisch-hypophysären-ovariellen Achse bei unbekannter Ursache. Es wird vermutet dass die Wirkung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) durch strukturelle Veränderungen blockiert ist. Ein hormonelles Ungleichgewicht ist die Folge, es kommt zu Fehlfunktionen der Ovarien.

 

Krankheitsbild

Dieses Syndrom ist durch den Symptomkomplex Amenorrhö, Adipositas (Übergewichtigkeit) sowie das Auftreten eines männlichen Behaarungstyps (Hirsutismus) gekennzeichnet. Manche Patientinnen leiden neben einer Behaarung der Brust, der Oberschenkel und einem Bartwuchs unter typischen männlichen Kennzeichen. Auffällig sind eine tiefe Stimme, Glatzenbildung, unterentwickelten Brüsten und eine übergroße Klitoris. Oft liegt auch unreine Haut und eine ausgeprägte Akne vor.
Das Ausmaß der Veränderungen ist sehr unterschiedlich und reicht von kaum merkbar bis sehr ausgeprägt.

Im Blut ist die Konzentration des Hormons LH dauerhaft erhöht, des FSHs ist normal bis erniedrigt. Zugleich findet sich ein hoher Spiegel für Testosteron und Androstendion; Hormone die normalerweise für die Entwicklung des männlichen Individuums von ausschlaggebender Bedeutung sind. Die Ovarien zeigen eine große Variationsbreite, sie können völlig unauffällig, oder von Zysten durchsetzt sein.

 

Therapie

Die Therapie richtet sich nach den Bedürfnissen und Beschwerden der Patientin. Besteht kein Kinderwunsch kann die erhöhte Produktion der Androgene (männl. Geschlechtshormone) durch Einnahme von Ovulationshemmern („Pille") und/oder durch Glukokortikoide (Cortison) gehemmt werden. Bei vorhandenem Kinderwunsch bestehen Therapiemöglichkeiten mit diversen Medikamenten und Hormonen, die eine Ovulation (Eisprung) auslösen. Dazu gehört z. B. Clomifen, welches die körpereigene Bildung von FSH und LH stimuliert. Als Nebenwirkung können allerdings eine Überstimulation der Ovarien mit Zystenbildung und krankhaften Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (Aszites) auftreten. Das Hormon FSH kann ebenfalls von außen zugeführt werden. Grundsätzlich ist die Therapie sehr langwierig, und sollte bei Erfolglosigkeit nach einem Jahr überdacht werden. Kosmetische Therapien wie Rasur und Epilation sind oft ergänzend nötig.

Für detailierte Informationen und eine persönliche Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin bei Dr. Frühmann