Gestose/Präeklampsie/EPH-Gestose

Für detaillierte Informationen und eine persönliche Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin bei Dr. Frühmann

 

Die Ursache

Die Ursache der Erkrankung ist auch heute noch nicht ganz geklärt.

 

Die Symptome

  1. Blutdruck erhöht ab 140/90 mmHg nach der 20. SSW
  2. Eiweißausscheidung über 5g im 24-Stundenharn
  3. verringerte Urinmenge, dadurch Wasseransammlung im Gewebe – Ödeme
  4. In schweren Fällen zusätzlich:

  5. Kopfschmerzen, übermäßige Reflexe, Verwirrtheit, Symptome wie Sterne sehen, Gesichtsfeldausfälle
  6. Atemstörungen
  7. Schmerzen im Oberbauch
  8. Laborveränderungen

 

Die Diagnose

Erfolgt durch korrektes, wiederholtes Blutdruckmessen in Ruhe und durch Messung des Eiweißes im Harn durch spezielle Harnstreifen. Weiters sind spezielle Laboruntersuchungen, wie die Bestimmung des roten Blutbildes, möglich.

 

Die Krankenhauseinweisung

Ist unbedingt notwendig bei einem Blutdruck von über 160/100, manifester Eiweißausscheidung und starker Gewichtszunahme, mehr als 1 Kilo pro Woche im 3. Trimenon, sowie Wachstumsverzögerung, suspekter Ultraschall Doppler, sowie bestehende weitere Risikofaktoren der Mutter, wie zum Beispiel Diabetes oder Mehrlingsschwangerschaft.

Sofortiger Krankentransport mit Arztbegleitung in die Klinik
ist unbedingt notwendig bei einer Blutdrucksteigerung von 170/110, anhaltenden Oberbauchschmerzen, sowie neurologischen Symptomen.

 

Behandlung

Es gibt im Spital die Möglichkeit durch medikamentöse Therapie die Symptome einer schweren Präeklampsie zu behandeln, in erster Linie wird eine Blutdrucksenkung angestrebt. Eine sofortige Entbindung in einer Klinik ist bei sehr schweren Symptomen notwendig.

 

HELLP-Syndrom

Ist eine Abkürzung für Hämolysis, erhöhte Leberenzyme, niedrige Thrombozyten.
Das HELLP-Syndrom entspricht einer schweren Präeklampsie mit einem Multiorganversagen durch Schädigung der Gefäßzellen.
Das HELLP-Syndrom geht mit einer hohen mütterlichen und kindlichen Sterblichkeit einher, aus diesem Grund ist bei jedem Oberbauchschmerz in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft mittels Blutuntersuchung ein HELLP-Syndrom auszuschließen.

Die Symptome des HELLP-Syndroms sind:
Müdigkeit, schweres Krankheitsgefühl, Schmerzen in der Magengegend, Druckschmerzen im rechten Oberbauch, Erbrechen, nicht immer muss ein Bluthochdruck vorliegen. Meistens liegt jedoch eine mittelschwere Eiweißausscheidung bevor. In einem Drittel der Fälle kann das HELLP-Syndrom auch nach der Geburt auftreten.

Als Differentialdiagnose kommen in Frage:
Niereneiterung, Blinddarmeiterung, Nierenerkrankungen, Gallenerkrankungen, Darmerkrankungen und Magengeschwüre.
Wesentlich ist jedoch die Unterscheidung des HELLP-Syndroms von einer Störung der Blutgerinnung aus anderen Ursachen.

Prävention
Es gibt leider keine gesicherte Präventivmaßnahme. Diskutiert werden: Vitamine, Aspirin, sowie Magnesium.

Zitiert aus der österreichischen Ärztezeitung 3/2010

 

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