Hormonspirale (Mirena®)
Die Mirena Hormonspirale verbindet die Vorteile von Pille und Spirale auf besonders verträgliche Art.
Zum einen verhütet die Mirena Hormonspirale vorwiegend lokal – das heißt, Hormone werden dort abgegeben, wo sie wirken sollen: in der Gebärmutter. Zum anderen kommt die Mirena Hormonspirale ganz ohne Östrogene aus. Es wird regelmäßig eine sehr geringe Menge Gestagen freigesetzt, gerade genug, um Sie zuverlässig vor einer Schwangerschaft zu schützen.
Außerdem sorgt dieses Gestagen dafür, dass sich das Blutungsverhalten ändert. Anders als mit der Kupferspirale wird die Menstruation mit der Mirena Hormonspirale schwächer und kürzer.
Was ist Mirena®?

Mirena® ist eine Hormonspirale. Und verbindet als solche die Vorteile von Pille und Spirale auf besonders verträgliche Art. Zum einen verhütet Mirena® vorwiegend lokal – das heißt, Hormone werden dort abgegeben, wo sie wirken sollen: in der Gebärmutter. Außerdem kommt Mirena® ganz ohne Östrogene aus. Es wird regelmäßig eine sehr geringe Menge Gestagen freigesetzt, gerade genug, um Sie zuverlässig vor einer Schwangerschaft zu schützen. Zum anderen sorgt dieses Gestagen dafür, dass sich das Blutungsverhalten ändert. Anders als mit der Kupferspirale wird die Menstruation mit Mirena® schwächer und kürzer – einfach angenehmer. Mirena® ist für alle Frauen geeignet – weltweit haben schon mehr als 6 Millionen Frauen Erfahrung mit dieser Methode (Stand Sept. 2006)!
Die Hormonspirale verbindet die Vorteile der Pille und der Kupferspirale
Mirena® – ein Kurzprofil.
- T-Körper und Hormonzylinder: elastischer Kunststoff (latexfrei)
- Rückholfäden: Polyethylen
- Empfängnisschutz: 5 Jahre
- Größe: 32 mm lang, 32 mm breit
- Pearl-Index: 0,16
Mirena® wird von Ihrem Gynäkologen Dr. Frühmann in die Gebärmutter eingelegt. Im Zylinder von Mirena® ist ein Hormondepot, aus dem über 5 Jahre langsam und gleichmäßig das Gelbkörperhormonähnliche Gestagen Levonorgestrel freigesetzt wird. Dieses Gestagen sorgt zuverlässig dafür, dass keine Schwangerschaft eintritt.

Wie wirkt Mirena®
Durch die lokale und gleichmäßige Freisetzung des Gestagens Levonorgestrel in der Gebärmutterhöhle bietet Mirena® einen Dreifach-Schutz gegen eine unerwünschte Schwangerschaft:
- Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt sich und bildet eine Barriere gegen Spermien (und übrigens auch gegen unerwünschte Keime und Bakterien), die so auf ihrem Weg in die Gebärmutter gestoppt werden.
- Falls doch Spermien in die Gebärmutter gelangen sollten, werden sie in ihrer Funktion und Beweglichkeit gehemmt.
- Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird verringert (was im Übrigen der Grund ist, warum die Blutung mit Mirena® kürzer und weniger stark ist), somit kann sich auch keine Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnisten.
Anders als bei der Pille und anderen hormonellen Verhütungsmethoden wird mit Mirena® der Eisprung (auch Ovulation genannt) bei den meisten Frauen nicht gehemmt.
Mit anderen Worten, Mirena® ist kein Ovulationshemmer, weder der natürliche Zyklus noch der Hormonhaushalt werden beeinflusst. Das bedeutet, dass Sie schon im ersten Zyklus ohne Mirena® wieder schwanger werden können. Mirena® verhütet 5 Jahre zuverlässig, kann aber bei Kinderwunsch jederzeit vor Ablauf dieser Zeit entfernt werden.

Für wen ist Mirena® geeignet?
Kopf frei mit Mirena®.
Mirena® ist ideal für alle Frauen, die sich eine langfristige und zuverlässige Verhütungsmethode wünschen, an die sie nicht denken müssen. Die geringe Hormonmenge, die völlige Östrogenfreiheit und die schwächeren Blutungen machen das Leben und die Liebe für jede Frau ein bisschen leichter.
Ein Termin weniger mit Mirena®.
Ständig unterwegs. Studium oder Job fordern alle Energien. Da ist es eine Erleichterung, wenn man einen Punkt von der Agenda streichen kann z.B. täglich an Verhütung denken zu müssen. Mit Mirena® können Sie sich ganz auf Beziehung und Business konzentrieren und die Themen Verhütung und Menstruation zu den Akten legen.
Mirena® auch vor der Familienplanung.
Um mit einem Vorurteil aufzuräumen: Mit Mirena® können auch Frauen verhüten, die noch kein Kind geboren haben, wenn z. B. die Pille nicht vertragen wird oder Gegenanzeigen für die Anwendung anderer Methoden vorliegen. Wenn Sie dann ein Kind haben möchten, lassen Sie Mirena® einfach vor Ablauf der 5 Jahre entfernen. Und weil der Eisprung mit Mirena® ganz normal stattfindet, können Sie schon im nächsten Monat schwanger werden.
Mirena® in der Stillzeit.
Mirena® kann nach der Geburt eingelegt werden, sobald sich die Gebärmutter vollständig zurückgebildet hat, frühestens nach 6 – 8 Wochen. In einigen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, bis zu 12 Wochen abzuwarten. Den genauen Zeitpunkt besprechen Sie am besten mit Ihrem Gynäkologen Dr. Frühmann. Die äußerst niedrige, lokal abgegebene Hormonmenge hat keine nachteiligen Auswirkungen auf die Muttermilch. Damit sind Sie in der Stillzeit auf der sicheren Seite.
Wie wird Mirena® eingelegt?
Wie die Überschrift schon deutlich macht, ist es lediglich ein „Einlegen“ in die Gebärmutter und damit meistens keine große Sache. Zunächst wird Ihr Gynäkologe Dr. Frühmann Sie ausführlich beraten und alle möglichen Fragen klären. Dann folgt die eingehende gynäkologische Untersuchung, um sicherzustellen, dass keine medizinischen Gründe gegen Mirena® sprechen. Während der ausklingenden Menstruation, wenn der Gebärmutterhals ohnehin leicht geöffnet ist, wird Mirena® mit Hilfe eines dünnen Röhrchens durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Beim Herausziehen des Einführungsröhrchens entfalten sich die "Ärmchen" und geben Mirena® sicheren Halt. Zum Schluss werden die Rückholfäden auf die passende Länge gekürzt. Bis auf ein leichtes Ziehen im Unterbauch – ähnlich wie bei einer Monatsblutung – spürt man normalerweise nichts. Wenn Sie schmerzempfindlich sind oder sehr aufgeregt, sprechen Sie Dr. Frühmann doch auf eine vorbeugende, schmerzstillende Behandlung oder eine lokale Betäubung an. Unmittelbar nach dem Einlegen von Mirena® können menstruationsähnliche Beschwerden auftreten, die erfahrungsgemäß bereits am nächsten Tag vergessen sind.
Eigenschaften, die für Mirena® sprechen.
- Mirena® ist gut verträglich
- lokale Verhütung, die man nicht spürt
- östrogenfrei
- minimale Gestagenabgabe
- der natürliche Zyklus bleibt erhalten, der Eisprung wird nicht gehemmt
- Mirena® ist zuverlässig
- keine Anwendungsfehler z.B. durch Vergessen oder Zeitverschiebung möglich
- keine Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit durch Erbrechen oder Durchfall
- Pearl-Index von 0,16
- zuverlässige Verhütung für 5 Jahre
- die Menstruation wird kürzer, schwächer und weniger schmerzhaft
Veränderung der Menstruation.
Ihr Zyklus begleitet Sie seit der Pubertät: Jeden Monat reift in den Eierstöcken eine Eizelle heran. Findet keine Befruchtung statt, wird diese Eizelle wieder abgebaut und die Gebärmutterschleimhaut, die sich aufgebaut hatte, wird abgestoßen. Kurz: die Menstruation setzt ein. Und macht viele Frauen regelrecht krank: Starke Blutungen, Krämpfe, Schmerzen in Kopf, Rücken und Unterleib sorgen dafür, dass einem an diesen Tagen oft elend zumute ist.
Auch Frauen, die weniger körperliche Probleme damit haben, geben offen zu, dass die Menstruation sie einschränkt – ob im Urlaub, Schwimmbad, in der Sauna oder beim Sex. Richtig wohl fühlt man sich nicht, wenn man blutet.

Mit Mirena® ist das anders.
Es kommt zwar weiterhin zum Eisprung, aber das Gestagen, das in der Gebärmutter freigesetzt wird, vermindert den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Dadurch wird die Menstruation kürzer, schwächer und auch weniger schmerzhaft. Nach einem Jahr mit Mirena® haben Sie meist nur noch wenige Tage ihre Menstruation, jede 5. Anwenderin genießt es, gar keine Blutung mehr zu haben – was übrigens aus medizinischer Sicht absolut unbedenklich ist und keinen Einfluss auf einen späteren Kinderwunsch hat.
Alle Tage ohne Tage – einfach freier fühlen.
Sicher ist es erst einmal ungewohnt, wenn die Tage plötzlich ganz ausbleiben. Wahrscheinlich dauert es etwas, bis Sie sich daran gewöhnt haben, aber dann können Sie die blutungsfreie Zeit ganz entspannt genießen. Mirena® ist generell eine der zuverlässigsten Verhütungsmethoden, die Blutungsfreiheit muss Sie also nicht beunruhigen.

Die Anpassungsphase – der Körper gewöhnt sich an Mirena®
Auch wenn Mirena® sehr gut verträglich ist und vom ersten Tag an zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützt, müssen Sie Ihrem Körper etwas Zeit geben, sich an die veränderten Umstände zu gewöhnen.
Es vollzieht sich – wie zuvor beschrieben – eine Veränderung in der Gebärmutterschleimhaut: Deren Aufbau wird gehemmt bzw. vermindert. Dieser Prozess kann zwischen 3 und 6 Monate dauern. In dieser Zeit ist es möglich, dass Zwischenblutungen auftreten. Oder dass die Periode sich länger hinzieht als gewöhnlich. All das ist eine natürliche Reaktion, aber unter Umständen etwas lästig.
Die gute Verträglichkeit.
Weil Mirena® mit einer sehr kleinen Hormonmenge auskommt und völlig östrogenfrei ist, wird sie von den meisten Frauen sehr gut vertragen. Um das mal in Zahlen zu verdeutlichen: In Europa allein verhüten im Moment mehr als 4,4 Millionen Frauen mit Mirena® und 96 % sind zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrer Wahl.* Trotzdem gibt es in Einzelfällen Begleiterscheinungen, die auftreten können, aber bei weitem nicht die Regel sind – wie beispielsweise Kopfschmerzen, Brustspannen, Übelkeit, Probleme mit unreiner Haut, Zwischenblutungen oder Stimmungsschwankungen.
Diese Begleiterscheinungen, die im Übrigen auch mit dem natürlichen Zyklus zusammenhängen können, sind meist beschränkt auf die Eingewöhnungsphase, also die ersten 3 Monate. Bei der Umstellung von einer Pille, die einen positiven Effekt auf die Haut hatte, sollten Sie daran denken, dass Mirena® kein Östrogen enthält und deshalb Ihr Hautbild nicht verbessern kann. Wenn es direkt nach dem Einlegen zu einem Ziehen im Unterleib kommt, vergleichbar mit dem Regelschmerz, ist das normal. Erst wenn Sie unerwartet starke Blutungen bekommen oder länger anhaltend Schmerzen im Bauch verspüren, kontaktieren Sie am besten Ihren Gynäkologen Dr. Frühmann, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Weitere Informationen zu Begleiterscheinungen finden Sie im Kapitel „Fragen und Antworten”. Im Rahmen eines Beratungsgesprächs mit Dr. Frühmann erhalten Sie weitere Informationen.
*Europäische Kontrazeptionsstudie, 2006, n = 1.400 (Deutschland)
Der Wechsel von Mirena®
Das Schöne an Mirena® ist, dass man gar nicht an sie denken muss. Lediglich 4 bis 12 Wochen nach dem Einsetzen von Mirena® sollten Sie ihr ein wenig Aufmerksamkeit gönnen und einen Kontrolltermin bei Dr. Frühmann ausmachen, um die korrekte Lage überprüfen zu lassen. Danach können Sie ohne weiteres die Lagekontrollen mit Ihrer jährlichen Vorsorgeuntersuchung verbinden.
Nach 5 Jahren ist es an der Zeit, Mirena® entfernen zu lassen. Das geht übrigens – anders als das Legen – unabhängig von der Menstruation: Ihr Gynäkologe Dr. Frühmann zieht die „alte“ Mirena® und legt – wenn Sie es wünschen – sofort eine „neue“.
Ganz ohne Eingewöhnungsphase geniessen Sie hohe Zuverlässigkeit in der Verhütung. So machen es übrigens alle Frauen, die sich ein zweites Mal für Mirena® entschieden haben.
Mirena® ist einfach anders.
Verhütungsmethoden im Vergleich.
Die Pille und andere hormonelle Methoden.
Bei den hormonellen Verhütungsmethoden sind in erster Linie die Pille, der Vaginalring und das Pflaster zu nennen. Ebenso dazu gehören die 3-Monatsspritze und das Implantat, die nur ein Gestagen enthalten. Alle 5 Methoden haben bei richtiger Anwendung eine hohe Zuverlässigkeit – allerdings verhüten sie mit höheren Hormonmengen als Mirena®.
Mirena® ist östrogenfrei und gibt ausschließlich ein Gestagen ab, das vorwiegend lokal seine Wirkung in der Gebärmutter entfaltet. Die Hormonkonzentration im Blut ist gegenüber anderen hormonellen Verhütungsmethoden wesentlich geringer.
Die Kupferspirale.
Die Kupferspirale besteht aus einem t-förmigen Kunststoffträger, dessen Längsschaft mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Die verhütende Wirkung entsteht durch eine leichte Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut und die spermienabtötende Eigenschaft des Kupfers. Mit der Kupferspirale gehen häufig stärkere und schmerzhaftere Monatsblutungen einher.
Mirena® besteht ebenfalls aus einem Kunststoffträger, dessen Längsschaft von einem Hormonzylinder umhüllt ist, der gleichmäßig minimale Mengen des Gelbkörperhormon-ähnlichen Gestagens Levonorgestrel abgibt. Dadurch ist Mirena® zuverlässiger wirksam und sorgt ganz nebenbei auch noch für schwächere oder ganz ausbleibende und weniger schmerzhafte Blutungen.
Die Sterilisation.
Bei einer Sterilisation werden in einem chirurgischen Eingriff die Eileiter undurchlässig gemacht. Die Sterilisation ist ein meist endgültiger Eingriff, der nur schwierig - wenn überhaupt - rückgängig gemacht werden kann. Damit handelt es sich hier streng genommen nicht um eine Langzeitverhütung, sondern eher um eine „Für-immer-Verhütung“.
Mirena® dagegen ist so zuverlässig wie die Sterilisation, kann aber jederzeit entfernt werden.

Fragen und Antworten.
Gehört Mirena® zu den zuverlässigsten Verhütungsmethoden?
Ja! Mirena® überzeugt durch hohe Zuverlässigkeit: Nur 1 bis 2 von 1000 Frauen, die mit der Hormonspirale verhüten, werden pro Jahr schwanger. Und das ist sicherlich auch darin begründet, dass man Mirena® nicht vergessen kann und z. B. Einnahmefehler entfallen.
Was heißt eigentlich lokale Verhütung?
Mirena® gibt das Gestagen genau dort ab, wo es wirken soll – nämlich in der Gebärmutter. Und auch nur dort! Es sind keine hohen Hormonspiegel wie z. B. bei der Pille oder anderen Methoden notwendig, um einen Eisprung zu unterdrücken. Die Dosis von Mirena® ist so gering, dass der natürliche Zyklus weitgehend unbeeinflusst bleibt und der Eisprung im Unterschied zu den anderen hormonellen Methoden in der Regel weiterhin stattfindet.
Wie lange wirkt Mirena®?
5 Jahre bietet Ihnen Mirena® zuverlässigen Schutz vor einer Schwangerschaft – sofern Sie nicht vorher schwanger werden möchten und Sie sich Mirena® entfernen lassen. Nach 5 Jahren ist das kleine Hormonreservoir aufgebraucht. Dann ist es Zeit, Mirena® entfernen zu lassen.
Muss man nach 5 Jahren eine Pause einlegen?
Nein. Wenn Sie sich wieder für Mirena® entscheiden, kann Dr. Frühmann sofort nach dem Entfernen der „alten“ die „neue“ Mirena® legen. Vorteil: die Eingewöhnungszeit entfällt.
Was ist, wenn man sich ein Kind wünscht?
Kann man mit Mirena® einfach aufhören?
Ja, jederzeit. Gehen Sie einfach – unabhängig von Ihrer Monatsblutung – zu Ihrem Gynäkologen Dr. Frühmann, lassen Mirena® entfernen und Sie können sofort mit der Familienplanung beginnen. Schon beim nächsten Eisprung, also innerhalb des ersten Monats ohne Mirena®, können Sie schwanger werden.
Kann man mit Mirena® auch nach der Geburt bzw. in der Stillzeit verhüten?
Mirena® kann nach einer Geburt eingelegt werden, sobald sich die Gebärmutter wieder vollständig zurückgebildet hat, was frühestens nach 6-8 Wochen, in Ausnahmefällen auch erst nach 12 Wochen der Fall ist. Die äußerst geringen Hormonmengen haben keine negativen Auswirkungen auf die Muttermilch und sind unbedenklich für das Baby. Und Sie genießen den vollen Empfängnisschutz, der gerade nach der Schwangerschaft so wichtig ist.
Können Frauen, die noch kein Kind bekommen haben, mit Mirena® verhüten?
Sobald die Gebärmutter eine bestimmte Größe hat, was häufig schon nach der Pubertät der Fall ist, kann Mirena® gelegt werden. Es gibt viele junge Frauen, die mit Mirena® verhüten, weil für sie aus unterschiedlichen Gründen, z.B. Östrogene nicht vertragen werden, herkömmliche Methoden wie die Pille nicht mehr in Frage kommen. Fragen Sie am besten Dr. Frühmann, ob Mirena® für Sie in Frage kommt.
Wann kann man auf Mirena® umsteigen?
Ein Wechsel von Kupferspirale oder Pille bzw. anderen hormonellen Methoden zu Mirena® sollte innerhalb der Blutung erfolgen.
Wie oft muss man zur Kontrolle?
4 bis 12 Wochen nach der Einlage von Mirena® ist eine Kontrolluntersuchung auf jeden Fall empfehlenswert. Danach sollte in jährlichen Abständen eine entsprechende Nachuntersuchung vorgenommen werden.
Kommt es vor, dass man Mirena® spürt?
Mirena® ist so weich und flexibel, dass man sie auch bei intensiver sportlicher Betätigung oder beim Sex nicht spürt. Hin und wieder gibt es Fälle, in denen Frauen oder ihre Partner die Rückholfäden als störend empfinden – diese können dann von Ihrem Gynäkologen Dr. Frühmann angepasst werden.
Ist es möglich, dass Mirena® verloren geht oder verrutscht?
Im Normalfall liegt sie gut geschützt in der Gebärmutter, vergleichbar mit etwas, das Sie in einer geschlossenen Faust halten. Das Risiko für eine Durchwanderung der Gebärmutterwand (Perforation) oder eine versehentliche Ausstoßung ist gering, im Einzelfall jedoch nicht auszuschließen. Auch unter extremen Bedingungen, z. B. beim Leistungssport, bleibt Mirena® normalerweise sicher in ihrer Position. Sie können sich davon selbst überzeugen, indem Sie die Fäden ertasten. Ein sicheres Gefühl geben außerdem die regelmäßigen Lagekontrolluntersuchungen bei Dr. Frühmann.
Die Blutung bleibt aus. Bin ich schwanger?
Kein Grund zur Sorge! Mirena® ist so sicher wie die Sterilisation.
Generell werden die Blutungen schwächer, da Mirena® den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut reduziert. Sollten Sie Schwangerschaftsanzeichen wie Brustspannen oder Übelkeit haben oder die Fäden der Mirena® nicht mehr tasten können, suchen Sie vorsichtshalber in jedem Falle Dr. Frühmann zur Abklärung auf. In sehr seltenen Fällen können Schmerzen im Bauch oder unerwartet starke Blutungen Anzeichen für eine Eileiterschwangerschaft (das Wachstum einer befruchteten Eizelle außerhalb der Gebärmutter) sein.
Ist es aus medizinischer Sicht bedenklich, keine Blutung zu haben?
Absolut nicht. Aus der Blutungsfreiheit ergeben sich keine Nachteile oder gar Risiken. Ganz im Gegenteil. Auch wenn Sie ohne Periode anfänglich das Gefühl haben, Ihnen fehlt ein Teil Ihrer „Weiblichkeit” – werden Sie auf lange Sicht nichts vermissen. Sobald Mirena® entfernt wird, stellt sich die Monatsblutung sofort wieder ein.
Das Thema Zwischenblutungen – mit Mirena® ein Thema?
Direkt nach der Einlage sind Zwischenblutungen völlig normal. Sie können bis zu 3, in Einzelfällen auch bis zu 6 Monate anhalten. Der Körper braucht einfach etwas Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen. Sobald sich die Gebärmutter an Mirena® gewöhnt hat, werden die monatlichen Blutungen in der Regel deutlich schwächer und kürzer. Falls die Zwischenblutungen über ein halbes Jahr hinaus anhalten, fragen Sie bitte Ihren Gynäkologen Dr. Frühmann.
Wie wird Mirena® eingelegt?
Mit Hilfe eines dünnen Röhrchens wird Mirena® durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Sobald Ihr Gynäkologe Dr. Frühmann das Röhrchen herauszieht, entfalten sich die „Ärmchen“ von Mirena® und geben ihr sicheren Halt in der Gebärmutter. Dann werden die Rückholfäden auf die richtige Länge gekürzt. Fertig.
Tut das Einlegen weh?
Es kann bei der Einlage vorübergehend zu einem leichten Ziehen kommen.
Wenn Sie empfindlich auf Schmerzen reagieren, fragen Sie Dr. Frühmann nach einer lokalen Betäubung oder einer vorbeugenden schmerzstillenden Behandlung. Unmittelbar nach dem Einlegen ist es möglich, dass Sie menstruationsähnliche Beschwerden verspüren. Keine Sorge, diese klingen schnell wieder ab!
Sind Bauch- oder Rückenschmerzen durch Mirena® möglich?
In den ersten Tagen nach der Einlage von Mirena® klagen manche Frauen über ein Ziehen im Bauch, vergleichbar mit Menstruationsschmerzen. Dies ist direkt nach der Einlage kein Grund zur Beunruhigung, die Gebärmutter muss sich erst an die neue Situation gewöhnen. Der Schmerz lässt dann schnell nach. Auch wenn es Frauen gibt, die dieses Ziehen oder auch Rückenschmerzen über mehrere Tage oder sogar Wochen ab und zu spüren, ist das eher die Ausnahme. Sobald sich der Körper an Mirena® gewöhnt hat, ist sie nicht mehr zu spüren.
Kann es unter Mirena® zu Stimmungsschwankungen kommen?
Mirena® wirkt vorwiegend lokal, also direkt in der Gebärmutter. Ihr Zyklus – mit all seinen hormonellen Hochs und Tiefs – bleibt erhalten. Wenn Sie ohnehin unter Symptomen gelitten haben, die das PMS (Prämenstruelles Syndrom) mit sich bringen kann (z. B. depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen und andere Gefühlsausbrüche), wird sich mit Mirena® nichts daran ändern. Insbesondere, wenn Sie von einer Pille, die gegen das PMS wirksam war, auf Mirena® umgestellt werden, können diese lästigen Anzeichen wieder auftreten.
Bilden sich unter Mirena® Zysten?
Zysten sind mit einer Flüssigkeit gefüllte Bläschen, die in vielen Organen vorkommen können und meist völlig harmlos sind. Wie bei anderen gestagenhaltigen Verhütungsmitteln können sich auch unter Mirena® in den Eierstöcken Follikelzysten, die spontan wieder verschwinden, bilden.
In Ausnahmefällen können diese Zysten bestehen bleiben, und Beschwerden wie Bauch- oder Rückenschmerzen können auftreten. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an Dr. Frühmann.
Ist das Risiko für Infektionen unter der Hormonspirale erhöht?
Im Gegenteil. Es wird vermutet, dass Mirena® einen gewissen Schutz vor Infektionen bietet. Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals ist nicht nur undurchlässig für Spermien, sondern auch für viele Infektionserreger.
Vor der Einlage von Mirena® werden Sie von Dr. Frühmann genauestens untersucht, um z.B. auch Entzündungen im Unterleib ausschliessen zu können. Risikofaktoren für Infektionen sind z. B. häufig wechselnde Sexualpartner. Wichtig zu wissen ist, dass vor einer HIV-Infektion und anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen nur Kondome schützen können!
Kann es unter Mirena® zu Hautunreinheiten kommen?
Durch die vorwiegend lokale Wirkung und die fehlenden Östrogene hat Mirena® keinen positiven Einfluss auf das Hautbild. Der Zyklus bleibt erhalten und damit auch die hormonellen Schwankungen, die u.a. Ursache für Hautunreinheiten sind. Bei Frauen, die zu unreiner Haut neigen, kann sich durch Mirena® das Hautbild verschlechtern. Wenn Sie von einer Pille, die bei Akne wirksam ist, auch auf Mirena® umsteigen möchten, sprechen Sie mit Dr. Frühmann über die Situation.
Eine Information der BAYER Austria Ges.m.b.H.