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Impfung gegen Ausfluss

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Jun 17, 2015

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Impfung gegen Ausfluss

Impfung gegen Ausfluss

Ein Impfstoff zur Prophylaxe

Wiederkehrende Scheideninfektionen können durch Bakterien, Pilze und fehlende Milchsäurebakterien ausgelöst werden. Um eine solche chronische Scheideninfektion zu therapieren oder zur Prophylaxe steht Ihnen ein Impfstoff zur Verfügung. Die Abwehrkräfte der Scheide werden dabei gestärkt, und das biologische Gleichgewicht der Scheidenschleimhaut wird wieder hergestellt.

Die Impfung

Die Spritze wird durch Ihren Frauenarzt in den Oberarm verabreicht. Ein Grundschutz wird durch die ersten drei Spritzen, die im Abstand von zwei Wochen verabreicht werden, erreicht. Die drei Spritzen bieten Ihnen einen Schutz für sechs bis zwölf Monate. Nach circa sechs bis zwölf Wochen nach den ersten drei Spritzen wird die Impfung aufgefrischt. Wird dieses Impfmuster eingehalten, bietet die Impfung Ihnen einen langfristigen Schutz (bis zu 36 Monate). Zäpfchen und Salben helfen nicht auf Dauer.

Die chronische Scheideninfektion

Besonders wenn ein lokaler Immundefekt vorliegt, kann die Kolpitis chronisch werden, da hier die Abwehrzellen versagen. Dadurch können sich die Krankheitserreger ungestört ausbreiten und vermehren. Mehrmals im Jahr erkrankt jede fünfte Patientin an einer Scheiden-Entzündung.

Bei akuten Beschwerden helfen oftmals verschiedene Zäpfchen und Salben, die aber nur kurzfristig wirken.

Ursache für eine Scheideninfektion ist eine Abwehrschwäche der Scheidenschleimhaut, diese kann mit den Zäpfchen und Salben nicht effektiv behandelt werden.

 

Die häufigsten Fragen zur Impfung gegen Ausfluss:

Wann beginne ich am besten und welche Therapie eignet sich für mich?

Die Impfung sollte sofort erfolgen. Wenn Sie an einer akuten Scheiden-Entzündung leiden, kann Ihr Frauenarzt Ihnen zusätzliche Mittel verschreiben.

Tut die Impfung weh?

Die Injektion, erfolgt wie bei allen Impfungen, in den Muskel. Gelegentlich kommt es zu Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen um die Einstichstelle. Seltener kann es auch zu Fieber und Kopfschmerzen kommen.

Was wird geimpft?

Es werden sogenannte Lactobazillen gespritzt. Diese schützen Sie vor weiteren Infektionen, da sie Ihren Immunstatus verbessern.

Wie schnell wirkt der Impfstoff?

Ihr Immunsystem muss eine ausreichende Anzahl an Antikörpern bilden, um Sie vor einer erneuten Infektion zu schützen. Durch Untersuchungen wurde gezeigt, dass eine Neu-Infektion bereits nach vier bis sechs Wochen verhindert werden kann.

Wann sollte der Impfstoff nicht angewendet werden?

Eine Impfung sollte nicht in der Schwangerschaft, Stillzeit oder während einer Krankheit (z.B. Grippe) erfolgen. Die Wirkung des Impfstoffes ist während der Behandlung mit Immunsupressiva oder einer Strahlentherapie herabgesetzt.

Wann sollte die erste Auffrischungsimpfung durchgeführt werden?

Nach sechs bis zwölf Monaten sollte die erste Auffrischungsimpfung durchgeführt werden. Sie sind danach für ca. zwei weitere Jahre geschützt.

Genügt eine Auffrischungsimpfung, wenn ich für mehrere Jahre mit der Impfung ausgesetzt habe?

Nach mehreren Jahren ohne Impfung sollte mit einer Grundimmunisierung begonnen werden. Die erste Auffrischung erfolgt dann nach sechs bis zwölf Monaten. Alle zwei Jahre können dann weitere Auffrischungen erfolgen.