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Chronische Pilzinfektionen

Jun 18, 2015

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Chronische Pilzinfektionen

Chronische Pilzinfektionen

Ein Scheidenpilz ist eine krankhafte Besiedlung der Vagina mit Hefepilzen. Dies ist dann möglich, wenn ein bakterielles Ungleichgewicht in der Scheide herrscht.

Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigem Alter und Schwangere. Der am meisten verbreitete Erregerpilz ist der Hefepilz Candida albicans.

Meistens lassen sich Pilzerkrankungen nach einigen Tagen durch Antimykotika in Form von Tabletten, Cremes oder Zäpfchen beseitigen.

Ursachen

Hefepilze fühlen sich in der feuchten und warmen Umgebung der Scheide wohl. Dies allein muss aber nicht zu Beschwerden führen. Erst wenn der Pilzbefall durch z.B. ein geschwächtes Immunsystem oder durch Vorerkrankungen der Frau krankhaft wird, können unangenehme Symptome auftreten.

Die häufigsten Ursachen sind:

  • Störungen im Hormonhaushalt (z.B. Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse, Morbus Cushing)
  • Hormonschwankungen
  • Schwangerschaft
  • Einnahme von Antibiotika, Kortikoiden oder Chemotherapeutika
  • Stress oder anderweitige psychische Belastung
  • Diabetes mellitus
  • Übertriebene Intimhygiene

Symptome

  • Juckreiz
  • Rötung oder Schwellung der Scheide
  • Gelblich-weißer, bröckeliger Ausfluss
  • Schmerzen beim Wasserlassen

Besonderheiten bei Schwangeren

Besonders schwangere Frauen leiden oft unter Hefepilzen in der Scheide. Rund 30% aller Schwangeren sind betroffen. Bei der Geburt kann er auf das Kind übertragen werden. Dies ist aber behandelbar.

Vorbeugend kann sich die werdende Mutter vor der Geburt – ob selbst befallen oder nicht – einer Pilzkur unterziehen.

Untersuchungsmethoden

  • Optische Untersuchung des Ausflusses
  • Untersuchung des Ausflusses unter dem Mikroskop

Scheidenpilz Behandlung

  • Verwendung ph-neutraler Seifen
  • Luftdurchlässige Unterwäsche
  • Trockenföhnen nach dem Toilettengang
  • Kamillenbäder
  • Stutzen der Schamhaare
  • Verzichten auf Geschlechtsverkehr
  • Anwendung von Antipilzmitteln (Antimykotika) oder Vaginal-Antiseptika

Der Geschlechtspartner sollte ebenfalls behandelt werden.

Scheidenpilz Vorsorge

  • Baumwollunterwäsche anstatt enger Synthetikslips tragen
  • Bei trockener Scheide Binden statt Tampons verwenden
  • Tampons alle 2-3 Stunden wechseln und immer sofort nach dem Schwimmen
  • Hygiene nicht übertreiben – keine Intimdeos oder Feuchttücher verwenden
  • Auf die Ernährung achten: Wenig Süßes oder weißes Mehl essen