logo

Scheiden-Entzündung

Jun 18, 2015

0

Scheiden-Entzündung

Scheiden-Entzündung

tabelle_se

Scheidenentzündung
Scheidenentzündungen (Kolpitiden) entstehen durch Hefepilze und Bakterien in der Scheide. Solche Bakterien werden eigentlich von der Döderlein-Flora der Scheide abgewehrt. Diese bildet mit Milchsäure und Wasserstoffperoxid einen bakteriellen Selbstschutz für die Scheide. Wenn die Milchsäurebakterien aber geschwächt werden, ändert sich der Säuregehalt in der Scheide und eine Scheidenentzündung kann entstehen.

Der Impfstoff
Der Impfstoff kann einerseits bei einer vorhandenen Scheidenentzündung helfen, wirkt aber auch vorbeugend oder in chronischen Fällen. Er unterstützt die Scheidenflora und bekämpft so die Fremdbakterien.

Der Ablauf der Impfung

  • Mit der Impfung kann jederzeit begonnen werden. Bei akuter Scheidenentzündung kann zusätzlich ein örtlich wirkendes Medikament verordnet werden.
  • Die verabreichten Injektionen enthalten Lactobazillen, die Ihren Immunstatus verbessern.
  • Sie erhalten die ersten 3 Spritzen im Abstand von 2 Wochen. Dadurch ist der Grundschutz gesichert. Schon nach 4-6 Wochen schützt die erste Spritze vor einer Neuinfektion.
  • 3 Spritzen schützen für 6-12 Monate vor einer Scheidenentzündung. Wenn Sie den Impfplan einhalten und nach 12 Monaten die vierte Impfung bekommen, sind Sie bis zu 3 Jahre geschützt.
  • Das Impf-Verfahren sollten Sie nicht anfangen, wenn Sie schwanger oder in der Stillzeit sind oder gerade an einem grippalen Infekt leiden. Sprechen Sie vor Beginn auf jeden Fall noch einmal mit Ihrem Arzt.

Warum impfen?
Besonders wenn ein örtlicher Immundefekt vorliegt, kann eine Scheidenentzündung chronisch werden. Medikamente wie Zäpfchen oder Salben wirken nur kurzfristig, die Ursache der Entzündung bleibt aber bestehen. Eine Impfung kann der Ursache langfristig entgegenwirken.

So halten Sie Ihre Scheidenflora gesund
Da es im Scheidenbereich warm und feucht ist, siedeln sich dort Pilze und Bakterien besonders gerne an. Hier finden Sie ein paar Tipps, um die Intimregion hygienisch zu halten:

  • Baumwollunterwäsche anstatt enger Synthetikslips tragen
  • Bei trockener Scheide Binden statt Tampons verwenden
  • Tampons alle 2-3 Stunden wechseln und immer sofort nach dem Schwimmen
  • Hygiene nicht übertreiben – keine Intimdeos oder Feuchttücher verwenden
  • Auf die Ernährung achten: Wenig Süßes oder weißes Mehl essen