Ausschabung/Curettage

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Schematische Darstellung einer Curettage

 

Krankheit und Operationsnotwendigkeit

Die Ausschabung dient der Abklärung und/oder der Beseitigung von Krankheitserscheinungen, deren Ursachen hormonelle Störungen, Entzündungen sowie gut- oder bösartige Wucherungen sein können. Bei einer gestörten Schwangerschaft oder einer Fehlgeburt muss das nicht mehr intakte oder zurückgebliebene Gewebe durch diesen Eingriff entfernt werden. Die mikroskopische Untersuchung des bei der Ausschabung entnommenen Gewebes gibt wesentliche Anhaltspunkte dafür, ob eine harmlose Störung oder ein ernster Befund vorliegt. Aufgrund der Untersuchung können wir dann entscheiden, ob und welche weitergehenden Behandlungsmaßnahmen erforderlich sind.

 

Operationsverfahren

Meist muss der Gebärmutterhals vor der Ausschabung mit einem Instrument gedehnt werden. Dann wird die Gebärmutterhaut mit einem schlanken Instrument abgeschabt oder abgesaugt.

Ist der Grund für die vorgesehene Ausschabung oder Absaugung eine gestörte Schwangerschaft, bei der es nicht zur spontanen Ausstoßung kam, wird häufig durch eine medikamentöse Vorbehandlung versucht, den Mutterhalskanal zu erweitern und dadurch eine teilweise Eröffnung zu erreichen. Dadurch wird dann die Ausschabung und/oder Absaugung erheblich erleichtert. Da der Eingriff schmerzhaft ist, wird er in Allgemeinnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt. Besondere Umstände, die wir erst während eines Eingriffes feststellen, können zu einer Änderung oder Erweiterung zwingen. Dazu sollten Sie schon im Voraus Ihre Einwilligung geben. Es würde für Sie eine zusätzliche Belastung bedeuten, wenn der Eingriff abgebrochen und später, nach Tagen, wiederholt werden müsste. Es wäre dazu auch ein erneutes Betäubungsverfahren erforderlich.

 

Mögliche Komplikationen

Den Erfolg seiner Behandlung und ihre Risikofreiheit kann kein Arzt garantieren. Die allgemeinen Gefahren ärztlicher Eingriffe, wie Infektionen, Thrombosen (Bildung von Blutgerinnseln), Embolien (Blutgefäßverschlüsse, z.B. durch verschleppte Gerinnsel) und Nachblutungen, sind dank der Fortschritte der Medizin aber viel seltener geworden. Wir können auch mehr als früher dagegen tun. Komplikationen sind bei der Ausschabung oder Absaugung selten. Es kann vorkommen, dass die Gebärmutterwand mit einem der dünnen Instrumente unbeabsichtigt durchstoßen wird. Diese Komplikation ist meist ungefährlich und bedarf dann keiner weiteren Behandlung. Nur in sehr seltenen Fällen ist wegen einer akuten Gefahr (z.B. Blutung) eine Bauchoperation, eventuell sogar mit Entfernung der Gebärmutter, erforderlich.

Die ggf. zur Erweiterung des Mutterhalskanals verwendeten Mittel können störende Nebenwirkungen und in sehr seltenen Fällen ernste Unverträglichkeitserscheinungen auslösen, die eine Intensivbehandlung erfordern. Entzündungen von Gebärmutter und Eileitern sowie Nachblutungen können noch mehrere Tage nach dem Eingriff auftreten. Sie erfordern eine ärztliche Behandlung und sind in aller Regel gut beherrschbar.

 

Verhalten nach der Operation

In den ersten Tagen nach dem Eingriff

  • bitte keine Tamponeinlagen oder Scheidenspülungen ohne Verordnung des Arztes.
  • Abkühlung, heiße Bäder und Geschlechtsverkehr vermeiden.

 

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