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Doppler-Ultraschall

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Jan 17, 2016

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Doppler-Ultraschall


Doppler-Ultraschall

Bekommt das Kind genug Nahrung und Sauerstoff?
Oder gibt es eine Mangelversorgung?
Eine Spezialuntersuchung durch „Dopplerultraschall“ erkennt Entwicklungsstörungen frühzeitig!

Eine spezielle Form des Ultraschalls ist die Doppler-Sonographie.

Mit einem speziellen Schallkopf und stärker gepulstem Schall messen Arzt oder Ärztin die Durchblutung der Gebärmutter sowie den Blutfluss zwischen Kind und Mutterkuchen (Plazenta). So lässt sich abschätzen, wie gut bestimmte Organe und Gewebe, die für die Entwicklung des ungeborenen Kindes wichtig sind, mit Blut versorgt werden.
Der Blutfluss wird auf dem Monitor farbig dargestellt: rot ist ein Blutfluss zum Schallkopf hin und blau ist ein Blutfluss vom Schallkopf weg. Damit können z.B. im Herzen die Gefäße, der Blutfluss in der Gebärmutter, in der Nabelschnur und auch im Kind dargestellt und überprüft werden. Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr Blut fließt durch die Plazenta: 80 Liter am Tag, in der Mitte der Schwangerschaft waren es nur 28 Liter.
Die Ergebnisse der Untersuchung liegen sofort vor. Zeigt sich, dass das Baby gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird, ist das für die werdende Mutter beruhigend. Insbesondere, wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Auf der anderen Seite ist der Befund eine wichtige Grundlage für die Entscheidung, ob das Kind vorzeitig geboren werden soll und wenn ja, wann.

Gibt es Risiken?
Die Doppler-Untersuchung ist für Mutter und Kind unbedenklich, wenn sie ab der Schwangerschaftshälfte und zeitlich begrenzt eingesetzt wird.
Im Allgemeinen kann der Doppler-Ultraschall bereits zwei bis drei Wochen vor dem Auftreten anderer Symptome auf Erkrankungen oder fetale Wachstumsstörungen hinweisen. Er ergänzt damit das in der Vorsorge routinemäßig vorgenommene Blutdruckmessen und die Blut- und Urintests und ist inzwischen in fast allen Arztpraxen ein fester Teil der normalen Schwangerschaftsvorsorge. Insbesondere bei sogenannten Risikoschwangerschaften kommt er inzwischen fast immer zum Einsatz, also wenn die Schwangere bereits über 30 Jahre alt ist, Mehrlinge erwartet, bereits mehrere Fehlgeburten hatte oder ihre Blutgruppe sich nicht mit der des Kindes verträgt (Rhesusunverträglichkeit).

Wann wird ein Doppler-Ultraschall gemacht?

  • Wachstumsretardierung (Verdacht auf geringes Wachstum des Kindes und damit eine mögliche Unterversorgung)
  • Verminderte Fruchtwassermenge (kann auch zu einer schlechten Versorgung des Kindes führen)
  • Verdacht auf eine kindliche Erkrankung, Fehlbildung oder Chromosomenanomalie
  • Auffällige Herzfrequenz des Babys
  • Verdacht eines Herzfehlers oder einer Herzerkrankung beim Kind
  • Vorzeitige Wehen (zeigen sich auf dem CTG)
  • Infektion (z.B. Parvovirus, Ringelröteln)
  • Blutgruppenunverträglichkeit
  • Erkrankung der Mutter (Bluthochdruck, Praeeklampsie, Gestose, Diabetes mellitus)
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Früh- oder Fehlgeburten bei vorherigen Schwangerschaften
  • Schwangerschaftsinduzierte Erkrankungen bei vorherigen Schwangerschaften

Bei vielen Ultraschallbefunden (z.B. Wachstumsstörungen beim Baby) sind Verlaufskontrollen notwendig. Die Dopplersonographie liefert Informationen über den Fortschritt der Erkrankung und kann Entscheidungshilfen über den gegebenenfalls vorzuverlegenden Geburtstermin geben.

Gibt es Risiken?
Die Doppler-Untersuchung ist für Mutter und Kind unbedenklich, wenn sie ab der Schwangerschaftshälfte und zeitlich begrenzt eingesetzt wird.
Im Allgemeinen kann der Doppler-Ultraschall bereits zwei bis drei Wochen vor dem Auftreten anderer Symptome auf Erkrankungen oder fetale Wachstumsstörungen hinweisen. Er ergänzt damit das in der Vorsorge routinemäßig vorgenommene Blutdruckmessen und die Blut- und Urintests und ist inzwischen in fast allen Arztpraxen ein fester Teil der normalen Schwangerschaftsvorsorge. Insbesondere bei sogenannten Risikoschwangerschaften kommt er inzwischen fast immer zum Einsatz, also wenn die Schwangere bereits über 30 Jahre alt ist, Mehrlinge erwartet, bereits mehrere Fehlgeburten hatte oder ihre Blutgruppe sich nicht mit der des Kindes verträgt (Rhesusunverträglichkeit).

Wie funktioniert der Doppler-Ultraschall?
Der Ultraschallkopf sendet Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus. Trifft dieses Schallwellenbündel auf die Blutkörperchen in den Gefäßen, wird ein Teil der Wellen mit veränderter Frequenz reflektiert. Die Frequenzänderung hängt von der Bewegung der Blutkörperchen ab. An Gefäßverengungen verändern sich die Geschwindigkeit und die Richtung der Blutkörperchen. Das lässt sich auf verschiedene Arten darstellen, beispielsweise akustisch als Töne oder farbkodiert im Ultraschallbild. In der Regel wird dabei der Fluss zum Schallkopf hin rot und vom Schallkopf weg blau dargestellt. So erhält der Arzt Informationen über die Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses. Zusätzlich lässt sich der Verlauf der Blutgefäße, der Gefäßdurchmesser und die Beschaffenheit der Gefäßinnenschicht beurteilen.

Wie wird der Doppler-Ultraschall durchgeführt?
Prinzipiell wird die Doppler- bzw. Duplex-Sonografie von Gefäßen wie jede andere Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Auf den entsprechenden Hautbereich wird zunächst ein Gel aufgetragen. Das ist notwendig, weil die Luft zwischen Schallkopf und Haut die Ultraschallwellen sonst reflektieren würde. Der Ultraschallkopf wird zur betroffenen Körperregion geführt. Beim Verdacht auf die Einengung einer hirnversorgenden Arterie wäre das beispielsweise die seitliche Halsregion.

Was wird mit dem Doppler-Ultraschall untersucht?

Es wird der Blutfluss in den Blutgefäßen des Babys untersucht. Dabei wird vor allem auf die Hauptschlagader und die Gehirngefäße geachtet. Außerdem wird mit dem Doppler-Ultraschall die Durchblutung der Plazenta, der Gebärmutter und der Nabelschnur untersucht. Insbesondere werden folgende Gefäße betrachtet:

  • Ae. Uterinae (Gebärmutterarterie): Bei der Untersuchung werden zwei Versorgungsgebiete näher betrachtet. Das erste sind die Blutgefäße, die die Gebärmutter und Plazenta versorgen. Deren Kontrolle dient vor allem für die Vorhersage, ob im Verlauf der Schwangerschaft eine kindliche Wachstumsverzögerung beziehungsweise eine mütterliche Blutddruckerkrankung wie eine Präeklampsie zu erwarten ist. Bei einer normalen Schwangerschaft verändert sich die Gefäßversorgung zur Gebärmutter im Laufe der Zeit. Der Widerstand nimmt bis zur 24. Woche kontinuierlich ab. Bleibt er weiterhin hoch, kann der Arzt dies am Verlauf der Kurve ablesen. In der ersten Schwangerschaftshälfte kann dieses Phänomen auch bei unauffälligen Schwangerschaften beobachtet werden. In der Spätschwangerschaft ist es jedoch immer ein möglicher Hinweis auf ein erhöhtes Risiko, eine Erkrankung wie Schwangerschaftsvergiftung zu entwickeln.
  • A. umbilicalis (Nabelschnurarterie): Das zweite Versorgungsgebiet betrifft das Kind und den kindlichen Teil der Plazenta. Das wichtigste Gefäß ist die Nabenschnurarterie, die indirekt anzeigt, wie das Kind über die Plazenta versorgt wird. Diese Untersuchung wird erst notwendig, wenn sich Anzeichen einer kindlichen Störung, zum Beispiel einer Wachstumretardierung, zeigen. Die genaue Einschätzung des kindlichen Zustands bei Erkrankungen verlangt die Messung weiterer kindlicher Gefäßgebiete, wie die Hirndurchblutung. Sie wird individuell festgelegt. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft nimmt der Widerstand in der Nabelarterie kontinuierlich ab. Das normale Strömungsmuster zeigt auch in der Entspannungsphase des Herzens einen Blutfluss. Es ist daher ein gleichmäßiger Blutfluss gewährleistet. Auf dem Monitor ist eine Zickzack-Kurve zu sehen, die spitz ansteigt und etwas flacher abfällt. Die Spitzen zeigen den hohen Blutdruck zu Beginn eines Herzschlags (Systole) an, die Täler markieren den niedrigen Blutdruck, wenn das Herz sich entspannt und wieder füllt (Diastole). Bei Störungen in der Plazenta nimmt der Gefäßwiderstand zu. In ausgeprägten Fällen ist es sogar möglich, dass der Blutfluss in der Diastole nicht mehr vorhanden ist oder dass sich der Blutfluss umkehrt. Auf dem Monitor zeigt sich dies in kleinen Lücken, die zwischen den einzelnen „Bergen“ enstehen. Das Blut wird dadurch teilweise in der Nabenschnur hin- und hergeschoben, was für die Versorgung des Kindes von großem Nachteil ist. In diesem Fall muss häufig vorzeitig entbunden werden.
  • A. cerebri media (mittlere Gehirnschlagader des Babys):Die Durchströmung des Gehirns wird in der mittleren Gehirnschlagader gemessen. Wenn die Sauerstoffversorgung des Kindes gefährdet ist, weiten sich automatisch die großen Blutgefäße im Gehirn, damit die Versorgungslücke ausgeglichen werden kann. Ein sinkender Gefäßwiderstand der Gehirnarterie kann daher auf eine Kreislaufumverteilung hinweisen. Das Kind muss von diesem Zeitpunkt an engmaschiger überwacht werden, damit der Arzt eine Unterversorgung rechtzeitig erkennt. In einigen Fällen, zum Beispiel wenn es um die Festlegung des Entbindungstermins geht, kann auch die Durchströmung in den Venen untersucht werden.

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