Ernährung in der Schwangerschaft

Vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung ist während der Schwangerschaft besonders wichtig, denn nur so kann man sicher sein, dass das Kind im Bauch mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.
Vegetarierinnen sollten Mangel vorbeugen
Wer sich fleischfrei ernährt, nimmt unter Umständen zu wenig Eiweiß und Eisen auf und hat einen Mangel an bestimmten B-Vitaminen. Aber auch mit pflanzlichen Produkten kann man den Bedarf an diesen lebenswichtigen Stoffen decken.
B-Vitamine sowie Eisen finden sich zum Beispiel in Vollkornprodukten. Damit der Körper dieses pflanzliche Eisen gut verwerten kann, sollte man Vitamin-C-reiches Obst oder Gemüse dazu essen, wie rote Paprika oder Zitrusfrüchte. Schlecht für die Eisenaufnahme ist schwarzer Tee, der als „Eisenfresser“ gilt. Einen Eiweißmangel brauchen Vegetarierinnen nicht zu befürchten, wenn sie häufig Milch und Milchprodukte verzehren.
Allergenarme Kost
Schwangere brauchen sich nicht allergenarm zu ernähren, wenn sie einer Allergie ihres Babys vorbeugen wollen, schreibt das Fachblatt Pädiatrische Allergologie. Es gäbe keine Hinweise darauf, dass es etwas nützt, wenn Schwangere zum Beispiel auf Kuhmilch, Nüsse oder Eier verzichten. Vielmehr drohen Mängel durch unausgewogene Ernährung. Ausnahmen gelten natürlich für werdende Mütter, die aufgrund einer eigenen allergischen Erkrankung Diät einhalten müssen.
Diese Lebensmittel besser meiden
Bei folgenden Lebensmitteln können Gefahren für Mutter und Kind durch Belastung mit Keimen und Krankheitserregern drohen:
- Vorgefertigte Salate
- Rohmilch und Rohmilchprodukte (z. B. Milch direkt vom Bauern)
- Rohes und nicht durchgegartes Fleisch bzw. Fleischerzeugnisse (z. B. Mett, blutiges Steak)
- Leber (Schadstoffbelastung, zu viel Vitamin A)
- Roher und geräucherter Fisch (z.B. Sushi, Räucherlachs)
- Rohe Eier und Speisen mit rohem Ei (z.B. Mayonnaise, Tiramisu)
- Rohes, ungewaschenes Obst und Gemüse
So viel darf frau essen
| Grundbedarf (nicht schwangere, nicht stillende Frauen ab 25 Jahren) | Zulagen Schwangere | |
|---|---|---|
| 1) Fettreichen Seefisch bevorzugen (Makrele, Lachs, Hering); zum einen sollte Seefisch für Jodversorgung gewählt werden und zum anderen ist die Zusammensetzung von Fischfett positiv zu bewerten; (hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren). Quelle: Deutsche gesellschaft für Ernährung |
||
| Energie (kcal/Tag) | 2.100 | 250 |
| Reichlich | ||
| Kalorienarme Getränke (ml) | 1.500 | 250 |
| Brot, Getreide(-flocken) (g) | 260 | 50 |
| Kartoffeln, Reis, Nudeln (g) | 180 | 50 |
| Gemüse (g) | 250 | 50 |
| Obst (g) | 250 | 50 |
| Mäßig | ||
| Milch (-produkte) (g) | 425 | 50 |
| Fleisch, Wurst (g) | 60 | 1 Portion/Woche |
| Fisch (g/Woche) | 200 | 1 Portion/Woche 1) |
| Eier (Stück/Woche) | 2-3 | — |
| Sparsam | ||
| Öl, Margarine, Butter (g) | 35 | 5 |
| Fettreiche Lebensmittel (g) (Schokolade, Chips, Torten) |
10 | — |
| Zuckerreiche Lebensmittel (g) (Fruchtgummi, Marmelade) |
50 | — |
Für alle Fragen zu Ernährung in der Schwangerschaft, Stillzeit und zu Babybeikost vereinbaren Sie bitte einen Termin mit Ernährungsberaterin Frau Silvia Janata, Tel. 0676 510 51 14