Fitness

Die Schwangerschaft ist kein Grund, den Sport an den Nagel zu hängen. Im Gegenteil: Bewegung ist gut für Mutter und Kind. Und wer körperlich in Form ist, kann auch der Geburt gelassener entgegensehen.
Die Vorteile auf einen Blick
- Eine trainierte Muskulatur stützt das Skelett besser, man bekommt weniger Rückenschmerzen, Haltungsschäden wird vorgebeugt.
- Training stabilisiert das belastete Herz-Kreislauf-System, das jetzt mehr Blut durch den Körper pumpen muss.
- Bewegung der Beine beugt Krampfadern und Thrombose vor.
- Keine unnötige Gewichtszunahme, gutes Körpergefühl.
- Regelmäßiges Training erhöht die Lungenkapazität und damit die Sauerstoffversorgung, auch der Plazenta.
- Manche Beschwerden wie Übelkeit und Wassereinlagerungen bessern sich durch Bewegung.
- Bewegung baut Stress ab, liefert Energie und steigert das Durchhaltevermögen.
- Das Baby lässt sich beim Sport gerne im Bauch der Mutter schaukeln.
- Nach der Geburt findet man schneller wieder zu seiner Figur zurück.
Richtig trainieren
- Für Schwangere geeignet sind Joggen, Wandern, Walking und Nordic Walking, Radfahren, Gymnastik, Tanzen, Yoga, Schwimmen.
- Nicht zu intensiv trainieren. Der „Talk-Test“ ist eine gute Richtschnur: Wenn man sich beim Sport ohne Schwierigkeiten unterhalten kann, überfordert man sich nicht. Die Herzfrequenz sollte 130/min. nicht überschreiten.
- Sportarten mit Sturzrisiko (Skifahren, Skaten, Geräteturnen), leistungsorientiertes Training und Mannschaftssportarten, bei denen es zu Rempeleien kommt, sind ungeeignet. Abzuraten ist von Reiten und Tauchen. Sportarten mit abrupten Bewegungen und schnellen Drehungen meiden. Aufgrund der instabileren Gelenke die Muskulatur nicht bis zum Maximum dehnen.
- Luftdurchlässige, lockere Kleidung tragen.
- Wichtig sind gute, abfedernde Schuhe und ein stützender BH.
- Nicht bei starker Hitze trainieren und beim Sport ausreichend trinken.
- Bei Schmerzen, Blutung oder Unwohlsein sofort aufhören und einen Arzt aufsuchen.
- Bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen, Diabetes oder Mehrlingsschwangerschaft sollte man vor dem Sport den Rat seines Arztes einholen.