Der Ablauf der Geburt
Die Eröffnungsphase ist die längste Phase bei einer Geburt. Zentimeter für Zentimeter muss sich der Muttermund öffnen. Das dauert bei manchen Frauen sechs Stunden, bei anderen 16. Meist dauert es beim ersten Kind etwas länger.Gegen Ende ist der Muttermund zehn Zentimeter geöffnet, die Wehen dauern 60 bis 90 Sekunden und wiederholen sich in einem Abstand von zwei bis drei Minuten.
In der Übergangsphase platzt meist die Fruchtblase unter dem Druck des kindlichen Kopfes. Die Wehen sind bereits sehr intensiv. Noch soll die Frau aber nicht pressen. Gerade in dieser schwierigen Phase ist es gut, noch einmal aufzustehen und umherzulaufen, um sich ein wenig zu entspannen.
In der Austreibungsphase verspürt die Frau einen heftigen Druck nach unten und einen unwiderstehlichen Drang zu pressen. Das Kind wird mithilfe der Wehen Zentimeter um Zentimeter durch den Geburtskanal geschoben. Es kann sein, dass die Fruchtblase auch erst jetzt platzt. In dieser Phase kommt es auf eine gute Atemtechnik an. Die Gebärende soll erst dann pressen, wenn die Hebamme ihr das Zeichen dafür gibt. Mit der Geburt des Kindes endet die Austreibungsphase.
In der Nachgeburtsphase löst sich die Plazenta von der Gebärmutterwand. Nach zehn bis 30 Minuten wird sie mit dem Rest der Fruchtblase ausgestoßen. Die Hebamme kontrolliert, ob die Nachgeburt vollständig ist. Ein eventueller Dammriss oder -schnitt wird jetzt versorgt.Wird das Baby vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche geboren oder ist leichter als 2.500 Gramm, spricht man von einer Frühgeburt.
Bei etwa zehn Prozent aller Schwangerschaften kommt das Baby zu früh, manchmal schon in der 24. bis 28. Woche. Früher wären diese Babys eine Fehlgeburt gewesen, heute haben Frühchen dank lntensivmedizin eine immerhin 80-prozentige Überlebenschance.
Ab der 24. Woche liegt die Chance in bei 60 Prozent und steigt dann mit zunehmender Reife. Ist das Kind 500 Gramm und leichter, liegt seine Überlebenswahrscheinlichkeit derzeit bei 20 bis 30 Prozent. Vor allem die Lungenreife ist für das Überleben des Kindes entscheidend. Je unreifer ein Kind geboren wird, desto größer ist sein Risiko, eine bleibende Körperbehinderung oder kognitive Beeinträchtigung zu behalten. Auch das Risiko, eine Hyperaktivitätsstörung zu entwickeln, ist durch eine Frühgeburt erhöht.
Bei etwa zehn Prozent aller Schwangerschaften kommt das Baby zu früh, manchmal schon in der 24. bis 28. Woche. Früher wären diese Babys eine Fehlgeburt gewesen, heute haben Frühchen dank lntensivmedizin eine immerhin 80-prozentige Überlebenschance.
Ab der 24. Woche liegt die Chance in bei 60 Prozent und steigt dann mit zunehmender Reife. Ist das Kind 500 Gramm und leichter, liegt seine Überlebenswahrscheinlichkeit derzeit bei 20 bis 30 Prozent. Vor allem die Lungenreife ist für das Überleben des Kindes entscheidend. Je unreifer ein Kind geboren wird, desto größer ist sein Risiko, eine bleibende Körperbehinderung oder kognitive Beeinträchtigung zu behalten. Auch das Risiko, eine Hyperaktivitätsstörung zu entwickeln, ist durch eine Frühgeburt erhöht.