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Jun 18, 2015

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Die Kupferspirale

Die Kupferspirale – langfristige, sichere, hormonfreie Verhütung

Die Kupferspirale, auch „Spirale“ oder „Intrauterinpessar“ genannt (siehe Abb. rechts), hat sich bereits seit vielen Jahren als bewährte Verhütungsmethode etabliert. Die circa 2 cm große Spirale besteht aus Plastik und ist mit einem feinen Kupferdraht umwickelt. Das Einlegen in die Gebärmutter erfolgt in der Ordination, und die
Kupferspirale verbleibt normalerweise zwei Jahre lang im Körper. Eine Narkose ist beim Einlegen nicht notwendig. Die Spirale bewirkt, dass sich ein befruchtetes Ei nicht in der Gebärmutter einnisten kann.

Anwendung

Vor dem Einsetzen der Spirale wird in der Ordination festgestellt, ob die Gebärmutter eine geeignete Größe hat. Die Spirale wird während oder kurz nach der Regelblutung vom Arzt eingesetzt. Das Risiko, dass die Gebärmutter dabei verletzt wird, ist gering. Ebenfalls kommt es nur selten zu anderen Komplikationen wie z.B. durch einen verschlossenen Gebärmutterhals. Nach der ersten bis zweiten Regelblutung sollte der Frauenarzt die Gebärmutter und den korrekten Sitz der Spirale überprüfen. Danach ist ein Kontrolltermin nur 2-mal im Jahr notwendig. Die Kupferspirale kann jederzeit, auch vor Ablauf der zwei Jahre entfernt werden. Mehr als die Hälfte der Frauen können dann bereits innerhalb der folgenden drei Monate schwanger werden.

Vorteile 

  • Seit vielen Jahren bewährt
  • Einfaches und schnelles Einlegen in der Ordination
  • Sehr hohe Sicherheit: Pearl-Index von 0,3 bis 0,8
  • Hormonfreie Verhütung, besonders interessant für Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel nicht vertragen, bzw. unter einer Gewichtszunahme leiden
  • Längerfristige Verhütung (2 Jahre)
  • Für Raucherinnen und Übergewichtige geeignet 

 

Nachteile/Nebenwirkungen 

  • Unmittelbar nach dem Einsetzen kann es zu Schmerzen im Unterleib kommen, ähnlich den Menstruationsbeschwerden
  • Schmierblutungen; Diese sind meist aber nur leicht und hören nach wenigen Tagen wieder auf
  • Verstärkte und längere Regelblutungen
  • Für Frauen mit einer chronischen Eierstockentzündung oder einer zu kleinen Gebärmutter nicht geeignet
  • Ebenso nicht zu empfehlen, wenn die Frau unter starken Menstruationsbeschwerden bzw. Regelblutungen oder Gerinnungsstörung leidet