Pille danach

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Die Pille, speziell die Mikropille, ist ein sehr sicheres Verhütungsmittel. Doch hängt die Sicherheit vor allem davon ab, dass die Tabletten regelmäßig eingenommen werden. Wird eine Pille vergessen, ist es entscheidend, zu welchem Zeitpunkt im Zyklus das passiert ist.

Bei einem Fehler in der ersten Einnahmewoche (Dragee 1-7), sollte in den nächsten 7 Tagen zusätzlich ein Kondom verwendet werden. Danach besteht wieder Empfängnisschutz. Wichtig bei einem Fehler in der ersten Woche ist aber auch der kurz vorher stattgefundene Geschlechtsverkehr. Da während der Pause der Schleimpfropf am Gebärmutterhals für Spermien durchdringbar war, können Spermien eingedrungen sein. Sie sind im Körper der Frau bis zu 5 Tagen überlebensfähig und können regelrecht auf einen Eisprung warten. Bei einem Fehler in der ersten Woche und kurz vorher stattgefundenem Geschlechtsverkehr kann unter Umständen die Anwendung einer „Pille danach" sinnvoll bzw. notwendig sein.

Bei einem Fehler in der dritten Einnahmewoche besteht das Risiko eines Eisprungs während der darauf folgenden 7-tägigen Einnahmepause bzw. zu Beginn der nächsten Zykluspackung. Deshalb wird empfohlen, die Pause vorzuziehen oder ganz wegzulassen, um kein Risiko einzugehen. Eine zusätzliche Verhütung ist dann nicht nötig. Wird keine der beiden Varianten gewählt, muss während der Pause und weitere 7 Tage danach zusätzlich verhütet werden.

Ein Anwendungsfehler in der zweiten Einnahmewoche geht mit dem geringsten Risiko einher, da vor und nach diesem Zeitpunkt regelmäßig Hormone zugeführt werden. Eine zusätzliche Verhütung ist nicht unbedingt erforderlich.

Wird die Pille mehrmals während des Zyklus vergessen, ist die Gefahr einer eventuellen Schwangerschaft sehr groß. Daher sollten unbedingt zusätzliche Verhütungsmittel, beispielsweise Kondome, verwendet werden.

 

Die Pille danach

Die Pille danach

Wie funktioniert die Notfallverhütung?

Die „Pille danach“ unterbindet den Eisprung und verhindert damit eine Befruchtung.

Voraussetzung ist eine möglichst frühe Einnahme, innerhalb von 72 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr.

Wenn jedoch im selben Menstruationszyklus bereits vorher schon einmal ein ungeschützter Geschlechtsverkehr stattgefunden hat, kann es bereits zu einer Befruchtung gekommen sein. In diesem Fall wird durch die Einnahme der „Pille danach“ eine Schwangerschaft möglicherweise nicht mehr verhindert.

 

Schützt mich die Notfallverhütung vor Krankheiten?

Nein! Die „Pille danach“ schützt nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie zum Beispiel einer HIV oder HPV Infektion, Hepatitis oder Gonorrhoe (Tripper). Die Notfallverhütung greift über den Hormonhaushalt in den Menstruationszyklus der Frau ein.

Sie ist also hormonell wirksam und schützt daher nicht vor Krankheiten, die durch die Übertragung von Bakterien oder Viren verursacht werden.

Vor einer Infektion schützt nur ein Kondom!

 

Was ist, wenn ich bereits schwanger bin?

Wenn eine Befruchtung bereits stattgefunden hat, verliert die Notfallverhütung ihre Wirkung (siehe „Wie funktioniert die Notfallverhütung?“).

Es kommt aber nicht zum Abbruch der Schwangerschaft, wenn doch unwissentlich eine „Pille danach“ eingenommen wird. Auch ist für den Fötus keine Gefahr von Missbildungen zu erwarten.

 

Wann sollte ich zu meinem Arzt gehen?

Es empfiehlt sich prinzipiell, nach der Einnahme der „Pille danach“ eine Ärztin oder einen Arzt aufzusuchen, um zur Sicherheit einen Schwangerschaftstest durchführen zu lassen, da es Situationen gibt, in denen die „Pille danach“ eine Schwangerschaft nicht verhindert (siehe „Wie funktioniert die Notfallverhütung?“).

Insbesondere empfiehlt sich ein ärztliches Beratungsgespräch wenn

  • die Menstruationsblutung zum erwarteten Zeitpunkt ausbleibt.
  • Blutungen außerhalb des normalen Zyklus auftreten.
  • die „Pille danach“ öfter eingenommen wurde, um über eine geeignete Methode der Empfängnisverhütung zu sprechen bzw. die bestehende Verhütungsmethode zu überprüfen und/oder zu verbessern.

 

Was heißt Notfallverhütung?

Notfallverhütung („Pille danach“) ist eine Methode, eine ungewünschte Schwangerschaft nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr oder bei Versagen einer Verhütungsmethode (wie z.B. einem gerissenen Kondom) zu verhindern. Die Notfallverhütung ersetzt aber in keinem Fall eine reguläre Empfängnisverhütungsmethode wie Anti-Baby-Pille, Kondome etc.

Die Notfallverhütung sollte nur ausnahmsweise und nicht regelmäßig eingenommen werden, da eine wiederholte Einnahme eine Hormonbelastung für die Frau bedeutet und möglicherweise den Menstruationszyklus negativ beeinflussen kann.

 

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