logo

Der Verhütungsring

    Home / Verhütung / Der Verhütungsring

Jun 18, 2015

0

Der Verhütungsring

Verhütungsring – schonende Alternative zur Pille

Der Verhütungsring ist ein durchsichtiger, flexibler Kunststoffring mit einem Durchmesser von knapp 6 cm  und einer Dicke von 4 mm. Er gehört zu den hormonellen Verhütungsmitteln und ähnelt in seiner Wirkungsweise der Antibabypille. Der Vaginalring enthält Östrogen und Gestagen und setzt diese kontinuierlich frei. Da die Hormone direkt von der Vaginalschleimhaut aufgenommen werden, ist die Dosierung wesentlich niedriger als bei der Pille. Das macht den Verhütungsring verträglicher als andere Verhütungsmethoden.

Anwendung
Der Verhütungsring wird wie ein Tampon in die Scheide eingeführt. Durch seine Flexibilität ist er kaum spürbar. Der Ring verbleibt nach dem Einsetzen 21 Tage in der Scheide. Anschließend folgt eine 7-tägige Pause ohne Ring, in der die Regelblutung einsetzt. Während der 21 Tage, in denen der Verhütungsring in der Scheide platziert ist, kann er pro Tag für maximal 3 Stunden herausgenommen werden. Das kann praktisch sein, wenn er zum Beispiel beim Sex als störend empfunden wird, was allerdings nur selten vorkommt.
Vorteile des Verhütungsrings

  • Sehr hohe Sicherheit, der Verhütungsring besitzt einen Pearl-Index von 0,4 bis 0,65
  • Verträglicher als die Antibabypille
  • Geeignet für Frauen, die an chronischen Magen-Darm-Problemen leiden
  • Man muss nur einmal im Monat an die Verhütung denken – praktisch für Frauen, die regelmäßige Einnahmezeiten wie die der Pille nicht einhalten können oder wollen
  • Volle Wirksamkeit auf im Falle von Erbrechen oder Durchfall
  • Absetzen jederzeit möglich

Nachteile des Verhütungsrings

  • Manche Paare stört der Verhütungsring beim Sex.
  • Frauen, deren Gebärmutter eine veränderte Position hat, können den Ring möglicherweise nicht anwenden.
  • Der Vaginalring kann in seltenen Fällen herausrutschen (z.B. Husten, Tamponwechsel, schwerer Stuhlgang, Geschlechtsverkehr).
  • Höheres Risiko für Scheideninfektionen (z.B. Ausfluss, Entzündungen)
  • Kein Schutz vor sexuell ansteckenden Krankheiten
  • Mögliche Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Übelkeit, Brustspannungen, Wassereinlagerungen, Stimmungsschwankungen, verringerte Libido