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Auffälliger Krebsabstrich – PAP III, PAP III I, PAP IV

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Jun 18, 2015

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Auffälliger Krebsabstrich – PAP III, PAP III I, PAP IV

Auffälliger Krebsabstrich – PAP III, PAP III I, PAP IV

© GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Sie haben einen unklaren Befund erhalten?
Regelmäßige Testungen auf Gebärmutterhalskrebs sind dank modernster Forschung heutzutage simpel und schnell. Wird eine Erkrankung rechtzeitig erkannt und entfernt, liegen die Chancen einer vollständigen Heilung bei fast 100%.

Eine Methode, mit welcher der Gebärmutterhals auf Veränderungen im Gewebe untersucht wird, nennt sich Kolposkopie. Hierbei verwendet der Arzt lediglich ein Stereomikroskop, das Auffälligkeiten im Gewebe in einer 10-fachen Vergrößerung zeigt.

Die populärste Methode, mit der auf Gebärmutterhalskrebs untersucht werden kann, nennt sich PAP-Abstrich.

Normaler Krebsabstrich unter dem Mikroskop (© Douglas K. Hanks, MD.)

Was ist ein PAP-Abstrich?

Ein PAP- oder Krebsabstrich dient der frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Eine regelmäßige Testung wird allen Frauen ab 20 Jahren empfohlen.

Wie funktioniert ein PAP-Abstrich?

Bei einem PAP-Abstrich wird Gewebe aus dem Gebärmutterhals entnommen und mit einem Mikroskop untersucht.

Der Befund wird in eine dieser 4 Stufen eingeteilt:

  • PAP I-II: unverdächtiger Befund (Sie bekommen keine Nachricht von Ihrem Frauenarzt bzw. eine Information, dass alles in Ordnung ist)
  • PAP III: auffälliger, kontrollbedürftiger Befund
  • PAP IV: erfordert eine Gewebeuntersuchung
  • PAP V: Möglichkeit auf bösartigen Tumorzellen

Im Falle eines auffälligen Befundes (PAP III), werden ab diesem Zeitpunkt alle 3-6 Monate PAP-Abstriche gemacht werden. So können Veränderungen schnellstmöglich erkannt werden. Im Regelfall bilden sich Auffälligkeiten wieder zurück. In seltenen Fällen entwickelt sich der Befund zu einer höheren Stufe weiter. In solchen Fällen wird möglicherweise eine Konisation durchgeführt werden.

Die Konisation

Eine Konisation bedeutet einen operativer Eingriff, bei dem eine Gewebeprobe vom äußeren Muttermund unter Vollnarkose entnommen wird.

Zu Beginn wird die Scheide etwas gedehnt, das erleichtert das weitere Vorgehen. In Form eines Kegels wird nun ein kleiner Teil des Gewebes im Gebärmutterhals herausgeschnitten. Zum Abschluss wird die Wunde vernäht oder verschorft.

Biopsie vom Gebärmutterhals

Wird beim PAP-Abstrich oder der Kolposkopie auffälliges Gewebe entdeckt, wird eine Probe dieses Gewebes entnommen und unter dem Mikroskop genau untersucht. Diese Vorgehensweise nennt sich Biopsie.

Humane Papillomviren (HPV) als Verursacher

Rund 75% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs führen auf eine Infizierung mit HPV (humane Papillomviren) zurück. Von den vielen verschiedenen Typen der HP-Viren sind die Typen 16 und 18 die Erreger von Gebärmutterhalskrebs.

HPV wird meistens beim Sex übertragen, Kondome schützen also in den meisten Fällen vor einer Ansteckung.

Andere Typen der HP-Viren verursachen Geschlechtskrankheiten wie Genitalwarzen oder andere Infektionen. Sie sind sehr weit verbreitet, rund 60% aller Menschen infizieren sich mit HP-Viren unterschiedlichster Art im Laufe ihres Lebens.

Vorsorge

Den besten Schutz vor einer Ansteckung mit HPV garantieren einerseits jährliche PAP-Abstriche und eine Impfung gegen HPV.

HPV-Impfung

Eine HPV-Impfung schützt vor Neuinfektionen mit Gebärmutterhalskrebs und in manchen Fällen auch vor Geschlechtskrankheiten wie z.B. Genitalwarzen.

Welche Art der Impfung für Sie in Frage kommt, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.

Die Impfstoffe werden binnen eines halben Jahres in 3 Impfungen verabreicht.

Die Impfung empfiehlt sich für Mädchen und Frauen zwischen 9 und 26 Jahren, sowie Jungen und Männer von 9 bis 15 Jahren.

Derzeit werden die Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen. Über Details kann Ihnen Ihr Arzt Auskunft geben.