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Jun 18, 2015

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Ureoplasmen (Ureaplasma urealyticum)

Was sind eigentlich Ureoplasmen? (Ureaplasma urealyticum)

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Das sind Bakterien aus der Familie der Mykoplasmen; sie können hauptsächlich in der Genitalflora von Frauen vorkommen, das heißt in denjenigen Mikroorganismen, die natürlicherweise die Scheide der Frau besiedeln. Eine der besonderen Eigenschaften der Ureoplasmen ist zugleich für die betroffenen Frauen ein Problem: Sie haben keine Zellwände und genau das macht diese Organismen gegenüber bestimmten Antibiotikasorten wie z.B. Penicillin widerstandsfähig (resistent). Das hat dann zur Folge, dass Ureoplasmen für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind, zum Beispiel:

  • Blasenentzündung
  • Harnröhrenentzündung
  • Unfruchtbarkeit
  • Blutvergiftung, auch genannt Neugeborenensepsis (insbesondere bei Frühgeborenen und Kindern mit sehr niedrigem Geburtsgewicht)
  • allgemein für Frühgeburten
  • In der Zeit kurz vor, während und nach der Geburt (perinatale Periode) Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung
  • bei Männern: Hoden- und Prostataentzündung

Vom Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbrechen der Krankheit vergehen 10 bis 14 Tage.

Die Diagnose Die ärztliche Untersuchung erfolgt meist durch einen Abstrich.

Die Therapie Die Behandlung erfolgt mittels Antibiotika.

Was sind Mykoplasmen? Zwar sind die oben erwähnten Mykoplasmen an sich in jeder gesunden Genitalflora von Frauen und auch von Männern zu Hause; manchmal können sie aber Krankheiten auslösen, wie z.B.:

  • Lungenentzündung
  • Geschlechtskrankheiten
  • Entzündungen der Harnröhre, des Nierenbeckens, der Prostata, der Scheide oder der Gebärmutter
  • Fieber
  • Gelenksentzündungen (z.B. Reiter-Syndrom, also das Auftreten von mehreren Entzündungen in Verbindung mit Hautveränderungen)

Wann werden Mykoplasmen gefährlich? Mykoplasmen haben eine Haupteigenschaft: Sie sind übertragbar – man kann sich beim Geschlechtsverkehr mit ihnen infizieren. Was noch dazukommt: Bei über 50% der erkrankten Frauen werden die Mykoplasmen während der Schwangerschaft bzw. der Geburt an das Kind weitergegeben; der Fötus bzw. das Baby kann im weiteren Verlauf an Untergewicht, Atemwegs- und Hirnhautinfektionen erkranken.

Kann man Mykoplasmen rechtzeitig erkennen? Mykoplasmen sind leider nur schwer anhand von Symptomen erkennbar;
es sind aber immerhin folgende zu beobachten:

  • Überdurchschnittlich häufiger und starker Harndrang
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Gelblicher Ausfluss
  • Schmerzen in den Nieren

Die Behandlung der Mykoplasmen

Mykoplasmen können als Krankheitserreger nicht immer einfach nachgewiesen werden, weil sie eben auch in der Genitalflora von gesunden Menschen vorkommen.

Ob und in welcher Konzentration Mykoplasmen vorhanden sind, lässt sich wie erwähnt durch Abstriche und Entnahmen von Körpersekreten nachweisen.

Ist eine Behandlung nötig, erfolgt diese mit Antibiotika; der Sexualpartner sollte dabei auch mitbehandelt werden, weil sonst eine erneute Ansteckung beim Geschlechtsverkehr möglich wäre.